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Die Schülerinnen und Schüler haben sich aus dem Trash Art Fundus im Hof ihrer Schule bedient und neue "ordentliche" Kunstwerke geschaffen.
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Trash Art Littering
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E I N E N E U E K U N S T R I C H T U N G F E I E R T H O C H K O N J U N K T U R
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Ein Bericht am Beispiel der Geschwister- Scholl Schule in Konstanz fotografiert am 11. Januar 2011
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V E R S C H M U T Z T E M Ü L L - K U N S T
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Der Start ins neue Jahr verlief rasant. Immer suchend nach neuen Trends zum Publizieren, wurde ich im neuen Jahr gleich fündig. Ich nahm die Abkürzung durch das Areal der Geschwister Scholl-Schule und traute meinen Augen kaum. So ein sensationelles Gesamtkunstwerk erblickt man selten! Auch die Teamarbeit in der Entwicklung des Konzeptes findet man nicht oft zwischen Schülern und Lehrern. Das gekonnte Setzen der Akzente und die gesamte Komposition, was das Zusammenspiel der Farbgebung anbelangt, ließen erkennen, dass es den Schülern bereits im Elternhaus in die Wiege gelegt wurde. Da korrespondiert eine weiße Plastikflasche mit roter Zigarettenschachtel, untermalt mit vielen kleinen farblichen Litterings. Zwischendurch ein bunter Durstlöscher umrahmt mit vielen Tempos, Pizzapackungen, und Plastiktüten. Einfach genial, dieses durchdachte Konzept der Aktionskunst. Beachtenswert, dass man bewusst die Papierkörbe leer ließ und die Trash-Art um sie herum platzierte. Die breit angelegte Kunstshow lässt erkennen, dass die Lehrer den Schülern ziemlich freie Hand ließen. Da die mannigfaltigen Kunst-Utensilien nicht von ihren Plätzen entfernt wurden, muss das neue Kunstkonzept auch Gefallen bei der Lehrerschaft gefunden haben. Ein noch außerordentlicher Aspekt ist, dass man in der Geschwister Scholl Schule konträre Wege geht! Überall herrscht heute striktes Rauchverbot. Aber in dieser Schule scheint es, nach den vielen Zigarettenschachteln, die im Hof liegen, erwünscht zu sein. Denkt man dort am Ende visionär? Und sorgt jetzt schon wohlweislich für eine nicht alternde Gesellschaft?
Die Stadt Konstanz sucht immer wieder nach neuen Slogans, um sich zu vermarkten. Noch nicht so lange her, warb die Stadt Konstanz mit dem Slogan: „Sauberer ist konschtanzerischer". Davon merkt man schon lange nichts mehr. Ist ja auch uncool und spießig. Neue moderne Wege muss man in der Vermarktung gehen. Mein Vorschlag an die Stadt: Die örtlichen Schulen sollten einen Wettbewerb veranstalten: „Welche Schule hat das beste ArtTrash-Littering Kunstwerk im Schulhof?" (Ich glaube Altmeister Josef Beuys wäre blass vor Neid geworden, bei so viel Kreativität). Wenn richtig geübt wurde, was ja nicht schwer fallen dürfte, sollte man es auf andere Städte ausweiten. Konstanz hat bestimmt große Chancen mit seinem grünen Bürgermeister. Die Gewinner dürfen mit der gesamten Klasse nach Berlin in das Trash-Art Museum reisen. Das erste Trash-Art Museum der Welt eröffnete im September 2009 mit den Werken der Trash-Art Künstlerin Adler in Berlin seine Pforten. Ihre Müllplastiken und Skulpturen demonstrierten die Multi-Dimensionalität von augenscheinlich wertlosem Abfall am Ende unserer Konsumkette. Ein solches Museum braucht Konstanz nicht. Hier geschieht es bereits im Öffentlichen Raum und das nicht nur auf den Schulhöfen.
Auf unserer Homepage (www.qlt.de) befindet sich noch ein abgefahrenes Objekt, fotografiert am selben Tag: Die Naturoase Fürstenberg. Dieses Gesamtkunstwerk kann es lässig mit dem Schulhof aufnehmen. An dieser Stelle fordern wir unsere Leser auf, in unserem gesamten Verbreitungsgebiet Plätze der Trash-Art-Littering aufzuspüren und uns die Fotos zuzuschicken. Tipp an unsere Leser: Super Motive findet man beim Praktikermarkt, Burger King und Aldi in Konstanz. Es winken tolle Preise für das schönste gefundene Gesamtkunstwerk. Einsenden kann man bis zum 30. März. Alle Bilder werden ins Internet gestellt und unsere Leser entscheiden. Es gewinnt, wer das schönste Kunstwerk fotografiert hat. Viel Spaß beim Suchen der Objekte, es gibt sie reichlich. Super wäre, wenn es gelänge, die Künstler bei der Arbeit zu knipsen. Das gibt extra Punkte.
Ihre Beate Nash
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